Im Dialog mit der GAL

Am Montag, 07.02.2011 besuchte Herr Gwosdz, der schulpolitische Sprecher der GAL,
von etwa 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr die Rudolf-Steiner-Schule Hamburg-Wandsbek.

Zunächst wurden Herrn Gwosdz während eines Rundganges durch das Schulgebäude die Besonderheiten der Waldorf-Pädagogik erläutert.

Anschließend folgte eine sehr positive und rege Diskussion zu den schulpolitischen Plänen der GAL mit besonderem Blick auf die Rudolf-Steiner-Schulen und das Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein.

Die wichtigsten Ergebnisse hier kurz zusammen gefasst:

Positive Bewertung

Schulen in freier Trägerschaft werden als sehr positiv bewertet. Insbesondere werden solche freien Schulen, die ein alternatives pädagogisches Konzept verfolgen (wie z.B. Rudolf-Steiner-Schulen) als wichtige Bereicherung des Hamburger Schulsystems angesehen, die unbedingt erhalten werden müssen.

Schulvergleichserhebungen werden als wichtig für staatliche Schulen bewertet. Für Waldorfschulen ist ein solches Instrument jedoch als völlig ungeeignet angesehen.

85%, aber nur für tatsächlich erbrachte Leistungen

Die GAL sprach sich auf die Frage (vgl. Fragen an die Politiker), ob sie an der 85%-Finanzierung festhalten oder diese ändern wolle dafür aus, dass diese zwar 85% beibehalten, aber nur für tatsächlich erbrachte Leistungen gezahlt werden sollten. Herr Gwosdz stellte klar, dass damit keinesfalls gemeint sei, dass die freien Schulen sich den staatlichen Konzepten anpassen oder angleichen müssten. Die unterschiedlichen pädagogischen Konzepte der freien Schulen sollen so erhalten bleiben, wie sie sind. Gemeint ist mit der Finanzierung der tatsächlich erbrachten Leistung vielmehr, dass nicht pauschal etwas finanziert werden soll, was nur auf dem Papier steht. Es sollte zukünftig nach Ansicht der GAL für jede freie Schule genau betrachtet werden, wie die Realität aussieht und wie hoch demzufolge die exakten Schülerkosten einer Schule sind.

Verhandlungen über das nicht zufriedenstellende Gastschulabkommen

Politisches Ziel der GAL sei, nach den Wahlen am 20.02.2011 sofort wieder die Verhandlungen über das Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein aufzunehmen. Die GAL sieht das Gastschulabkommen, wie es im Dezember 2010 unterzeichnet wurde, als nicht zufriedenstellend an. Ziel sei daher, zu einem Abkommen zu kommen, das für alle Betroffenen eine gute und zukunftsfähige Basis darstellt.

Zum Abschluss der sehr positiven Gesprächsrunde wurde Herr Gwosdz eingeladen, ein öffentliches Konzert, eine Theateraufführung oder eine Monatsfeier zu besuchen.

Herr Gwosdz regte an, dass ein- bis zweimal pro Jahr Treffen zwischen ihm und dem schulpolitischen Forum der Rudolf-Steiner-Schule Hamburg-Wandsbek stattfinden sollten, um im regelmäßigen Dialog zu bleiben.