Im Dialog mit der CDU

Am Montag, 14.02.2011 besuchte Herr Freistedt, der schulpolitische Sprecher der CDU,
von etwa 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr die Rudolf-Steiner-Schule Hamburg-Wandsbek.

Zunächst wurden Herrn Freistedt während eines Rundganges durch das Schulgebäude die Besonderheiten der Waldorf-Pädagogik erläutert.

Dabei brachte Herr Freistedt sehr großes Interesse an den Besonderheiten der Pädagogik Rudolf-Steiners mit. Er berichtete von zahlreichen sehr positiven Erfahrungen und Erlebnissen mit Waldorf-Schülern und –Einrichtungen.

Während des Rundganges erzählte Herr Freistedt, dass er selbst bei einem privaten Träger – der katholischen Kirche – beschäftigt ist.

Anschließend folgte eine sehr positive und rege Diskussion zu den schulpolitischen Plänen der CDU mit besonderem Blick auf die Rudolf-Steiner-Schulen und das Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein.

Vertrauen der staatlichen Verwaltung

Die wichtigsten Ergebnisse hier kurz zusammen gefasst:

  • Herr Freistedt bewertet die Schulen in freier Trägerschaft als sehr positiv und sehr wichtig für das Hamburger Bildungssystem.
  • Langjährige, etablierte Träger/Schulen/pädagogische Konzepte genießen dabei das Vertrauen der staatlichen Verwaltung.
  • Neugründungen würden jedoch von staatlicher Seite sehr genau angesehen und geprüft werden, um sicherzustellen, dass Qualität und Vergleichbarkeit gegeben sind.
  • Die CDU befürwortet daher Vergleichsarbeiten in bestimmten Klassenstufen sehr.

Vergleichskriterien

Das Problem, dass solche Vergleichsarbeiten in festgelegten Klassenstufen mit dem Konzept der Waldorf-Pädagogik nicht zu vereinbaren sind, war Herrn Freistedt bewusst. Er äußerte dazu, dass Rudolf-Steiner-Schulen in aller Regel bereits viele Jahre bestünden und das pädagogische Konzept etabliert sei. Daher würden diese Schulen einen Vertrauensvorschuss besitzen.

Darüber hinaus wäre beispielsweise die Abiturquote einer Waldorfschule ein indirektes Kriterium hinsichtlich Qualität und Vergleichbarkeit. Würden im Endergebnis Qualität und Vergleichbarkeit gegeben sein, dann dürfe auch in vollem Maße pädagogische Freiheit bestehen.

Eigene Qualitätsprüfung

Herr Freistedt schlug vor, die Rudolf-Steiner-Schulen sollten überlegen, ein eigenes qualitätsprüfendes System zu etablieren, um gegenüber der staatlichen Verwaltung einen Nachweis hinsichtlich Qualität und Vergleichbarkeit erbringen zu können.

Herr Freistedt war der Ansicht, dass es wichtig und hilfreich wäre, regelmäßig im Dialog zu bleiben.